Update – 9 Monate (english & german)

May has come and with him the sun, the flowers and my last month in school. Today was „The last school bell“ (Последный звонок), the day when the graduating class says goodbye to school, thank you to their teachers and wish each other good luck for the exams next week. It is a long-awaited, but also very sad day. The students prepared songs, a slide-show, sketches, the parents sang and the headmaster of our school delivered a speach. It was very touching and remembered me that there are only 5 more days for me in my Russian school. Although it was often boring in school, I often wished for my classmates and couldn´t stand the dresscode, I really do love my school. The teachers and students did so much for me, were always ready to help, smiled at me, were interested in me and it will be hard for me not to cry on the last day. I know that, because I cried already today 😀

But there were also bright days this month. I and my family spent the weekends in the village and I saw a snake in the wild for the first time in life. (Who said, that Australia is the most dangerous country in the world?!) Or the 2nd of May, when I went to Sergiev Posad (Сергиев Посад) with my hostsister. And not to forget the „Victory Day“ (День Победы) on the 9t of May.

It´s been a long time since I told you about my progress in Russian. I can say, that I understand everything now. Not every word, but I am even able to understand „Heart of a Dog“ by Mikhail Bulgakov. Writing is also okay, my grammar becomes better and better everyday and my pronunciation, too. On Monday I have my final exams in Russian, let´s see what they will say about my Russian skills.

Last month I wrote a lot, today I don´t know what to add. Therefore: have a nice day!


Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus...

Mit dem Mai, der Sonne und den Blumen haben sich auch die letzten Wochen in der Schule eingeschlichen. Heute war „Das letzte Klingeln“ der 11. Klassen (Последный звонок), was für die Schüler der Abschlussklasse bedeutet, Auf Wiedersehen und Dankeschön zu sagen. Es wurde gelacht, geweint und erinnert, gesungen, getanzt und erzählt und war, kurz gesagt, sehr berührend. Nicht nur die Elftklässler haben diesen Tag lange erwartet, auch ich. Wenn es mal wieder langweilig war in der Schule, ich meine Klassenkameraden aus Deutschland vermisst habe oder die Schuluniform verflucht, tröstete der Gedanke, dass das Ganze bald vorbei ist. Aber jetzt, wo der letzte Schultag immer näher rückt, werde ich auch traurig und merke, dass mir diese Schule wirklich etwas bedeutet. Nicht, dass ich hier so eine fröhliche, aufregende Zeit gehabt, so viele Freunde gefunden oder so viel gelernt hätte. Aber ich werde dieses Gebäude, diese Menschen immer mit einer wichtigen Zeit in meinem Leben verbinden, einer Zeit, die mich viel gelehrt, mir viel klar gemacht hat. Ich schätze dieses Jahr sehr und dementsprechend auch die Schule. Ich kann nicht sagen, dass ich meine russische Schule liebe, aber ich bin ihr sehr dankbar und Dankbarkeit kommt Liebe schon doch sehr nahe, oder?

Es gab aber auch unbeschwertere Tage. Samstage, die ich mit meiner Gastfamilie bei Schaschlik und Schlager im Dorf verbrachte, und an denen ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Schlange in freier Wildbahn gesehen habe. Da sag nochmal einer, dass Australien das gefährlichste Land der Erde ist 😀

Außerdem war ich Anfang Mai mit meiner Gastschwester in Sergiew Posad einer Stadt in der Nähe von Moskau, die sehr bekannt für ihr 600 Jahre altes Kloster ist. Und dann war da natürlich noch der 9. Mai, der „Tag des Sieges“, über den ich ja schon auf diesem Blog berichtet habe.

Damit ist über diesen Monat eigentlich auch schon alles gesagt. Hinzufügen kann ich nur noch, dass ich immer weitere Fortschritte im Russischen mache und mittlerweile sogar „Hundeherz“ von Mikhail Bulgakov verstehen kann, worauf ich dezent stolz bin. Montag schreibe ich einen abschließenden Test, in dem Grammatikkenntnisse und Vokabular geprüft werden und dann sind auch schon Ferien.

Für den nächsten Monat sind noch ein paar Blogbeiträge geplant, keine Sorge, und dann, in 37 Tagen, fliege ich schon wieder nach Deutschland. Man sagt ja, dass man ein Stück seines Herzens irgendwo lässt. Aber ich glaube eher, dass meine Zeit in Russland mein Herz so sehr vergrößert hat, dass dort jetzt viel mehr Platz für alles ist, als noch vor 10 Monaten. Das erklärt auch, warum es manchmal so schwer ist…

Update – Halftime 5 months (english & deutsch) + some photos

It feels so unreal that already the half of my exchange year has been passed – 5 incredible, unforgettable months. As I am realizing more and more everyday this time has changed me already and will change me further. Words like home, family and loneliness got another dimension, another meaning for me. Now, so far away from my family and my home, I feel more closely connected with them than ever before and at the same time it becomes clear, that I has been becoming an independent, strong girl and I don´t need their active help anymore. And loneliness, well, I should say, that sometimes I had this feeling also in Germany and it isn´t only connected with the place where you are or the people you are surrounded by. It is nothing physically and you feel much better if you try not to isolate yourself from others but to overcome the differences. But that´s another topic. Weiterlesen